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Jubiläumskonfirmation 2015

Das alljährliche Jubiläum gehört gewiss zu den schönsten Veranstaltungen im Jahr, denn es treffen Mitglieder wieder aufeinander, die sich in unserer Gemeinde kennengelernt, oftmals viele Jahre nicht gesehen haben und an diesem Tag ihr Wiedersehen feiern können. Erinnerungen werden ausgetauscht und die alte Bande wieder hergestellt. Das sind oftmals sehr schöne Momente. So war es auch in diesem Jahr, als einige ehemalige Konfirmanden der Jahrgänge 1955 und 1965 gemeinsam ihr Jubiläum feierten. Alexander Schmahl hielt eine Ansprache über den Wert der Gemeinschaft, die sicherlich in einem der nächsten Mitteilungsblätter veröffentlicht werden wird. Dieses Mal jährte sich ein weiteres Jubiläum, das der Jubiläumskonfirmation selbst, die vor 10 Jahren erstmals in der Gemeinde gefeiert wurde. Die Initiative ging damals unter anderem von Anneliese Bonn aus, die die Jubiläumskonfirmation mit folgendem Redebeitrag bereicherte.  

Ansprache von Anneliese Bonn

Liebe Mitkonfirmandinnen und Mitkonfirmanden, über euer Kommen zu unserer Jubiläumskonfirmation 2015 freue ich mich sehr. Und ich freue mich auch sehr darüber, dass so viele Gemeindemitglieder, Angehörige und Freunde der Konfirmanden gekommen sind, um mit uns zu feiern. Willkommen!

Zunächst eine kleine Rückschau. Erste Überlegungen zur Feier einer „Goldenen Konfirmation“ stellten Gerda Reeh und ich während der Gemeindefahrt im Mai 2004 an. Der erste Brief wurde im Juli 2004 geschrieben und verschickt. Von da an gab es sehr viele Telefonate, Briefe und immer wieder Überlegungen, wie wir an fehlende Adressen gelangen könnten. Natürlich standen auch mehrere Ankündigungen in unserem Unitarischen Mitteilungsblatt.

Am 3. April 2005 konnten wir dann mit elf Konfirmandinnen und Konfirmanden die erste goldene Konfirmation in unserer Gemeinde mit Pfarrer Manuel Tögel feiern. Im Jahr 2007 wurde der Kreis der Jubilare zu der Form erweitert, wie wir sie heute kennen, der Jubiläumskonfirmation. Leider haben wir in diesem Jahr keine Silberjubilare, da es 1990 keine Konfirmation in unserer Gemeinde gab.

Die Festweihestunde der Jubiläumskonfirmation hat sich zu einer beliebten Veranstaltung im Jahreskalender der Gemeinde entwickelt, wie wir auch heute wieder sehen können. Ich kann von unserem Konfirmationsjahrgang berichten, dass sich in diesen zehn Jahren viele wieder in der Gemeinde getroffen haben, bei den verschiedensten Angeboten wie Gemeindefahrten, Tagesausflügen, Stadtspaziergängen, Museumsbesuchen, Orgel- und Klavierkonzerten in der Gemeinde, diversen Festen oder einfach in Weihestunden. Wir haben uns neu kennengelernt, an Altem angeknüpft, aber auch neue Bindungen gefunden.

Vor zehn Jahren habe ich an die Predigt von Pfarrer Clemens Taesler erinnert, die er zu unserer Konfirmation am 3. April 1955 in der Aula der J.W. Goethe-Universität gehalten hat. Das Thema hieß: „Beseelte Funken“. Er hat uns aufmunternde Worte zugerufen und uns wichtige Lebensregeln mit auf den Weg gegeben wie „Bleibt wahrhaftig! “, „Bleibt gerecht!“, „Bleibt gütig!“. Sie haben uns in unserem Leben begleitet und uns auch geleitet.  Was mich jetzt beim Wiederlesen sehr angesprochen hat, war Pfarrer Taeslers letzte Aufforderung an uns, „sich ein fröhliches Herz zu bewahren. Unsere unitarische freie Religion vertritt die Bejahung des Lebens und das Recht auf Lebensfreude, soweit sie im Rahmen der Menschenwürde bleibt.“ Könnte das nicht auch über unserem nächsten Lebensabschnitt stehen? Ich danke Manuel Tögel, dass er vor zehn Jahren unserem Wunsch zu einer solchen Feierstunde nachgekommen ist und dass er die Idee weiter entwickelt hat. Ich danke Alexander Schmahl, dass er heute mit uns eine diamantene und eine goldene Konfirmation feiert. Nicht vergessen möchte ich diejenigen aus unserem Konfirmationsjahrgang, die aus Gesundheitsgründen leider nicht mit uns feiern können, und auch nicht vergessen möchte ich die bereits Verstorbenen. Am Ende möchte ich mich bei ALLEN, wirklich bei allen, bedanken, die zum Gelingen eines solchen Festes beitragen und beigetragen haben.

Ich danke Manuel Tögel, dass er vor zehn Jahren unserem Wunsch zu einer solchen Feierstunde nachgekommen ist und dass er die Idee weiter entwickelt hat. Ich danke Alexander Schmahl, dass er heute mit uns eine diamantene und eine goldene Konfirmation feiert. Nicht vergessen möchte ich diejenigen aus unserem Konfirmationsjahrgang, die aus Gesundheitsgründen leider nicht mit uns feiern können, und auch nicht vergessen möchte ich die bereits Verstorbenen. Am Ende möchte ich mich bei ALLEN, wirklich bei allen, bedanken, die zum Gelingen eines solchen Festes beitragen und beigetragen haben.

Anneliese Bonn

Im Anschluss überreichte der 2. Vorsteher der Gemeinde, Dr. Helmut Reeh, die Jubiläumsurkunden. Nachdem wir zum Abschluss gemeinsam „Die Gedanken sind frei“ gesungen hatten, saßen wir noch lange im Gemeindesaal zusammen, labten uns am Buffet und ließen alte Zeiten wieder auferstehen. Wir freuen uns auf die Jubiläumskonfirmation im kommenden Jahr und laden alle Gemeindemitglieder ganz herzlich dazu ein, die in den Jahren 1946, 1956, 1966 und 1991 konfirmiert worden sind.

 
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